Personal Peace Procedure | Persönliche Friedensarbeit

Personal Peace Procedure

Personal Peace Procedure

Ihre persönliche Friedensarbeit

Personal Peace Procedure

Sperriger Name für eine ganz einfache Geschichte. Bei der Personal Peace Procedure oder einfacher PPP handelt es sich im Grunde genommen nur um eine Auflistung der Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie sich gern erspart hätten oder die Sie heute immer noch belasten.

Klingt banal, ist aber eine enorme Hilfe für jede tiefgreifende Klopfarbeit.

Warum in alten Wunden herumstochern, wenn es doch bisher auch so ganz gut geklappt hat?

Alte Erinnerungen, die ordentlich abgespeichert wurden, sind natürlich nicht das Problem. Um die müssen wir uns nicht kümmern. Das Problem sind Erinnerungen, die Sie als “traumatisch” abgespeichert haben. (Wobei wir beim Klopfen ein Trauma anders definieren als in der klassischen Psychologie. Traumatisch wirkt alles, was das Energiesystem blockiert, und das können auch scheinbar banale Ereignisse sein, die ich seinerzeit aber vielleicht als sehr beschämend oder beängstigend erlebt habe.)

Hier noch einmal zur Erinnerung die Grundannahme der Klopftherapie:

Traumatische Erinnerungen gehen mit einer Blockade im Meridiansystem einher und dadurch können (der Theorie nach) alle möglichen psychischen und körperlichen Symptome begünstigt werden, weil die Energie nicht mehr richtig fließen kann.

Gary Craig, der Begründer der EFT-Klopfakupressur, geht in seiner Definition noch weiter. Er meint, dass alle psychischen und körperlichen Symptome durch eine Blockade im Energiesystem verursacht werden.

Nun verstehen Sie, warum es aus Sicht der Klopftherapie sinnvoll ist, alte Kamellen, die nicht richtig abgespeichert sind und somit die Energie blockieren, noch mal anzusehen und zu beklopfen.

Hunderte von Ereignissen

Wenn ich Klienten bitte, sich eine Liste der Ereignisse anzulegen, die sie in ihrem Leben belasten, stoße ich nicht immer auf Begeisterung. “Da war nichts!”, versuchen sie abzuwiegeln oder kommen mit einem kleinen Notizzettel, auf dem drei Ereignisse aufgeschrieben sind. Daran kann ich schon erkennen, dass die Person sich nicht ernsthaft auf das Klopfen einlässt oder/und sich vor negativen Erlebnissen aus der Vergangenheit drücken will.

So verständlich das ist, Sie sabotieren damit nur Ihre eigene erfolgreiche Klopfarbeit.

Beim Klopfen geht es darum, so konkret wie möglich zu klopfen, und das klappt eben am besten, wenn man an negativ abgespeicherten Erinnerungen klopft.

Die Personal Peace Procedure ist ein Langzeitprojekt. Ein erwachsener Mensch kommt mit Leichtigkeit auf Hunderte von Ereignissen, die er sich gern erspart hätte. Natürlich werden Sie diese nicht alle an einem Tag finden und aufschreiben – und schon gar nicht an einem Tag beklopfen. Das ist auch gar nicht nötig, denn beim Klopfen profitieren Sie vom sogenannten Generalisierungseffekt. Das heißt, Sie müssen zu einem bestimmten Thema nicht jedes Ereignis beklopfen, sondern nur eine gewisse Anzahl (wie viele, ist unterschiedlich) strategisch wichtiger und eindrücklicher Erinnerungen. Dadurch erledigen sich die weniger spannenden Erinnerungen quasi nebenbei von selbst.

So gestalten Sie Ihre eigene Personal Peace Procedure:

Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, eine Kladde (nein, ein Post-it-Zettel reicht nicht aus …) und einen Stift und notieren Sie sich alle großen und kleinen unangenehmen Ereignisse, die Ihnen spontan einfallen.

Beispiel:

  1. Melanie hat mich nicht zu ihrem 7. Geburtstag eingeladen.
  2. Mein erster Zahnarztbesuch.
  3. Mama und Papa sagen mir, dass sie sich scheiden lassen.
  4. Das verpatzte Diktat in der dritten Klasse.
  5. Mein erster Liebeskummer.

Varianten

Um einen roten Faden zu finden, können Sie Ihre Personal Peace Procedure nun auf diverse Arten strukturieren.

Sie können zum Beispiel eine Timeline anlegen und die Ereignisse darin chronologisch aufzeichnen. Das kann ganz aufschlussreich sein, wenn man herausfinden will, seit wann eine bestimmte Beschwerde besteht und ob diese zeitlich “zufällig” mit bestimmten Ereignissen im Leben aufgetreten ist.

Sie können auch eine Einordnung nach verschiedenen Themengruppen machen. Beispielsweise Familie (Ursprungsfamilie, Eltern, Geschwister etc.), Beziehungen, Freundschaften, Arbeitsplatz, Ausbildung, Schule.

Wenn Sie ein konkretes Thema haben, dann notieren Sie sich vielleicht gezielt Situationen, die mit diesem Thema offensichtlich oder auch nur vermutlich in Beziehung stehen. Dadurch lassen sich Zusammenhänge oft schneller erkennen.

Sie können auch eine Unterteilung machen in außerordentliche Ereignisse, beispielsweise ein schwerer Autounfall, und alltägliche Ereignisse, beispielsweise die Tracht Prügel, wenn Papa besoffen nach Hause kam.

Und dann wird geklopft

Überlegen Sie nun, welche Erinnerungen Sie heute noch besonders belasten. Das können Sie ganz einfach tun, indem Sie jeder Erinnerung eine Bewertung von 0 (gar nicht) bis 10 (total) geben.

Beklopfen Sie am besten zuerst die Erinnerungen, die einen hohen Belastungswert (5 und höher) aufweisen. Um die kleineren kümmern Sie sich später, falls da noch Handlungsbedarf besteht.

Die Personal Peace Procedure ist wie gesagt ein Langzeitprojekt, um Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und wieder mehr Energie für die Gegenwart und die Zukunft zu haben.

Das werden Sie nicht an einem Tag oder in einer Woche schaffen, aber steter Tropfen höhlt den Stein und die Mühe lohnt sich allemal.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Buchrezensionen

Buchrezensionen

Die 10 häufigsten Fehler beim Klopfen

Klassische Fehler beim Klopfen
Comments are closed.