Prüfungsangst | Hilfe bei Blackout

Prüfungsangst | Hilfe bei Blackout

Coaching für Schüler und Studenten
So überwinden Sie die Angst vor einem Blackout

 

Prüfungsangst und Blackout

Leere im Kopf: der Blackout

Der Blackout, der vorübergehende Verlust des Gelernten, ist für die meisten Prüflinge das schlimmste Horror-Szenario. Der Blackout reicht von kleineren Aussetzern, zum Beispiel wenn Ihnen eine bestimmte Vokabel gerade entfallen ist, bis zur vermeintlich absoluten Leere im Kopf.

Dieser totale Filmriss, den so viele Prüflinge fürchten, kommt aber zum Glück höchst selten vor. Kleinere Gedächtnislücken dagegen können sich bei extremer Aufregung schon häufiger bemerkbar machen, sind aber nur halb so schlimm wie befürchtet. Denn wenn im Laufe der Prüfung die Nervosität sinkt, fallen einem die Dinge meist wieder ein.

Der Blackout an sich ist also gar nicht so sehr das Problem, sondern vielmehr die Angst davor, mit der sich viele die Prüfungsvorbereitung unnötig schwer machen, weil es sich mit Angst einfach nicht wirklich gut lernen lässt.

Aber zum Glück sind Sie dieser Angst nicht schicksalhaft ausgeliefert, sondern können aktiv dagegen angehen, und zwar wie im Folgenden beschrieben.

So überwinden Sie die Angst vor dem Blackout

Am besten überwinden Sie die Angst vor einem Blackout durch eine gründliche Vorbereitung auf die Prüfung, nicht nur inhaltlich, sondern auch emotional und mental. Auf die inhaltliche Vorbereitung werde ich an dieser Stelle nicht eingehen, das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch mal genauer machen.

Emotional und mental befreien Sie sich am besten von der Angst vor einem Blackout, indem Sie sich gründlich auf den gefürchteten Filmriss vorbereiten und das Worst-Case-Szenario so lebendig und intensiv wie möglich in Ihrem Geiste durchspielen und dabei klopfen.

Szene 1:

Sehen Sie sich selbst vor Ihrem inneren Auge, wie Sie in der Prüfung sitzen, ein zitterndes Häuflein Elend mit rotem und leerem Kopf.
Malen Sie sich die Situation wirklich so schlimm wie möglich aus. Vielleicht sehen Sie ein spöttisches Lächeln auf dem Gesicht einer Prüferin oder das Mitleid in den Augen eines Prüfers.

Sie sehen, wie die Schrift auf Ihrem Aufgabenblatt verschwimmt und Sie nichts mehr wahrnehmen als Rauschen um sich herum. Ihr Kopf ist total leer. Kalter Angstschweiß steht Ihnen auf der Stirn und Ihnen will einfach nichts Schlaues einfallen.

Klopfen Sie, während Sie diese oder eine ähnliche Situation vor Ihrem inneren Auge so oft durchspielen, bis sie ihren Schrecken verloren hat. Sobald Sie die Situation neutral und ruhig betrachten können, ändern Sie das Szenario wie folgt:

Szene 2:

Sie haben zwar immer noch einen Blackout und wissen im Moment gar nichts mehr, allerdings nehmen Sie sich nun als ruhig und gelassen wahr. Sie sehen sich, wie Sie tief und ruhig ein- und ausatmen. Sie sehen, wie Sie gelassen einen Moment lang aus dem Fenster schauen, etwas trinken oder essen. Vielleicht recken und strecken Sie sich, bevor Sie noch einmal frisch und gelassen an die Fragen herangehen. Sie wissen, wie Sie vorgehen, wenn Ihnen zu einer Frage erst einmal nichts einfällt, und bleiben deswegen auch bei kleineren Wissenslücken am Anfang ruhig. Sie machen einfach mit den Fragen weiter, die Sie beantworten können. Wenn Ihnen dabei vielleicht ein kleines Detail gerade nicht einfällt, machen Sie sich einfach eine kleine Notiz, dass Sie an dieser Stelle Ihre Ausführungen später ergänzen.

Sie sehen, wie Sie ruhig und konzentriert die Aufgaben bearbeiten und wie Ihnen im Laufe dieser Arbeit die entfallenen Informationen wieder ins Gedächtnis kommen.

Wenn es sich um eine mündliche Prüfung handelt, sehen Sie sich, wie Sie dem Prüfer sagen, dass Sie gerade auf dem Schlauch stehen und gerne eine andere Frage vorziehen würden oder vielleicht ein anderes Stichwort bräuchten.

Auch diese Szene spielen Sie vor Ihrem geistigen Auge durch, während Sie gleichzeitig klopfen. Tun Sie das so lange, bis sich die Szene für Sie gut und glaubhaft anfühlt.

Wenn es doch zum Super-Gau kommt:

Bleiben Sie locker! Ich weiß, ich weiß, leichter gesagt als getan. Wenn Sie einfach locker bleiben könnten, hätten Sie wahrscheinlich keinen Blackout. Das ist richtig, aber versuchen Sie es trotzdem!

Versuchen Sie, sich Schritt für Schritt wieder zu entspannen. Machen Sie das, was Sie in Szene 2 weiter oben bereits intensiv im Kopf durchgespielt haben.

Richten Sie Ihren Blick auf etwas im Raum, das Ihnen gefällt. Lassen Sie Ihre Augen umherwandern und brechen Sie damit Ihr „eingefrorenes“ Denken. Bewegen Sie sich ein bisschen, rutschen Sie auf dem Sitz hin und her.

Atmen Sie tief in den Bauch ein und atmen Sie langsam und gründlich wieder aus.

Klopfen Sie ein paar Runden die Fingerpunkte oder auch die Standardpunkte vom Scheitel bis zum Schlüsselbeinpunkt einige Male durch.

Nehmen Sie ein Blatt und schreiben Sie etwas, irgendetwas. Fangen Sie einfach an. Oft taucht mit dem Schreibfluss das verschollene Wissen wieder auf und Sie können mit der Beantwortung der Fragen weitermachen.

Zeigen Sie Mut zur Lücke und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wissen.

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